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Sonderseite zur Überbrückungshilfe II und der Novemberhilfe

Seit März informieren wir Sie auf unserer Homepage über aktuelle Änderungen. Dabei haben wir jeweils neue Unterseiten angelegt um Sie zur jeweiligen aktuellen Lage schwerpunktmäßig informieren zu können. Die aktuelle Seite hier gibt Ihnen einen Überlick über die Maßnahmen ab November 2020 mit den Schwerpunkten Überbrückungshilfe II und Novemberhilfe.

Für ältere, aber teilweise immer noch gültige Informationen allgemeiner Natur besuchen Sie bitte unsere:

  • Corona Sonderseite mit den allgemeinen Informationen zu Soforthilfen, Kurzarbeitergeld, rechtlichen Änderungen, Unterstützungskredite, nützlichen Links und vielem mehr.
  • Seite zum Konjunkturpaket zum Überbrückungs- und Zukunftspaket der Bundesregierung mit der Anpassung der Umsatzsteuer und der Überbrückungshilfe I

Sie finden am Ende der Seite eine Änderungshistorie, um sich schnell einen Überblick zu verschaffen
Zu wichtigen Themen werden wir Sie wie immer natürlich auch persönlich informieren.

Überbrückungshilfe II

Mit der Überbrückungshilfe II werden Unternehmen für die Monate September bis Dezember gefördert, die einen Umsatzrückgang von 30% oder mehr im Vergleich zum Vorjahresmonat erlitten haben. Eine sehr gute Zusammenfassung der Überbrückungshilfe II stellt das Bundesfinanzministerium zu Verfügung: Die neuen Überbrückungshilfen - Wer bekommt wie viel?

Das Antragsverfahren ist wie bei der Überbrückungshilfe I über eine Clearingstelle (i.d.R. ihr Steuerberater) durchzuführen. Sie ist ab sofort möglich.

Wir als Kanzlei informieren zeitnah Unternehmen, welche antragsberechtigt sind persönlich. Gerne können Sie bei Fragen auf uns zukommen.

Die Bundessteuerberaterkammer hat einen umfassenden Fragenkatalog zur Überbrückungshilfe II veröffentlicht.
Hier werden Detailfragen zur Förderung geklärt, die wir bei der Anttragsstellung für die Hilfen berücksichtigen.

 

"Novemberhilfe" - außerordentliche Wirtschaftshilfe

Mit der Novemberhilfe werden gezielt diejenigen Betriebe unterstützt, welche direkt oder zu einem überwiegenden Teil indirekt (bisher 80% Umsatz mit jetzt geschlossenen Unternehmen) von den "Lockdown Light" Maßnahmen (angeordnete Schließungen) betroffen sind.

Details zu der Novemberhilfe finden Sie auf den Seiten des BMWI.
Eine aktuelle FAQ Liste zur Novemberhilfe stellt das Bundsfinanzministerium zur Verfügung.

Gerne unterstützen wir Sie bei der Beantraung der Novemberhilfe als beratende Stelle.

Neu ist, das Solosebständige auch ohne Einschaltung einer beratenden Stelle die Novemberhilfe beantragen können.
Details dazu können sie auf den Seiten des BMWI nachlesen. Voraussetzung für die Beantragung ist ein Elster-Zertifikat.

 

KfW Corona Hilfe: Kredite für Unternehmen

Die Kreditangebote der KfW als Corona Hilfen zur Sicherung der Liquidität wurden verlängert, gelten das ganze Jahr 2020 und werden nach Zustimmung durch die Europäische Kommision auch in 2021 weitergeführt.

Seit dem 9. November 2020 steht der KfW-Schnellkredit nun auch gewerblich tätigen Unternehmen mit bis zu 10 Beschäftigten sowie Freiberuflern und Einzelunternehmern zur Verfügung. Verbessert wurden auch die Regelungen zur Tilgung der KfW-Schnellkredite. Möglich ist ab dem 16. November 2020 nun auch die vorzeitige anteilige Tilgung ohne Vorfälligkeitsentschädigung. 


Vor der Beantragung eines KfW Kredits macht es Sinn, seine wirtschaftliche Situation genau zu analysieren und mit gut vorbereiteten Unterlagen an die eigene Hausbank zur Beantragung heranzutreten. Gerne beraten wir Sie im Vorfeld und untersützen Sie mit Planrechnungen.

Kurzarbeitergeld

Gerade das Thema Kurzarbeitergeld unterlag einer gewissen Dynamik in den letzten Monaten.


Aktuelle gelten folgende Voraussetzungen für Kurzarbeitergeld:

Kurzarbeitergeld erfordert, dass Ihr Betrieb bestimmte Voraussetzungen erfüllt. So müssen zum Beispiel …

  • mindestens 10 Prozent Ihrer Beschäftigten einen Entgeltausfall von mehr als 10 Prozent haben.
  • Ihre Angestellten Überstunden und positive Zeitguthaben abgebaut haben (bis auf bestimmte Ausnahmen).

Die Höhe des Kurzarbeitergeldes ist wie folgt ausgestaltet:

Ihre Beschäftigten erhalten 60 Prozent des Netto-Entgelts als Kurzarbeitergeld (Beschäftigte mit mindestens einem Kind: 67 Prozent).

Für Beschäftigte, deren Entgelt im jeweiligen Kalendermonat mindestens die Hälfte verringert ist, gilt:

  • Ab dem 4. Bezugsmonat beträgt das Kurzarbeitergeld 70 Prozent des Netto-Gehaltes (Beschäftigte mit mindestens einem Kind: 77 Prozent).
  • Ab dem 7. Bezugsmonat beträgt das Kurzarbeitergeld 80 Prozent des Netto-Gehaltes (Beschäftigte mit mindestens einem Kind: 87 Prozent).

Unser Lohnbüro wickelt das Kurzarbeitergeld professionell ab und berät Sie gerne bei Fragestellungen.

 

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat eine FAQ Seite zu arbeitsrechtlichen Fragestellungen erstellt.

Steuerliche Hilfsmaßnahmen (Zusammenfassung)

Wir haben unsere Mandanten ja bereits über sinnvolle Hilfsmaßnahmen steuerlicher Natur informiert. Wir stellen die entsprechenden Anträge und beraten Sie gerne.


Unternehmen jeder Größe erhalten steuerliche Hilfen, um ihre Liquidität zu verbessern.
Für unmittelbar vom Coronavirus betroffene Unternehmen gilt bis Ende 2020:

Der steuerliche Verlustrücktrag wird für die Jahre 2020 und 2021 auf 5 Millionen Euro bzw. 10 Millionen Euro (bei Zusammenveranlagung) erweitert sowie ein Mechanismus eingeführt, um den Verlustrücktrag für 2020 unmittelbar finanzwirksam schon mit der Steuererklärung 2019 nutzbar zu machen.

Steuerfreistellung von Aufstockungen des Kurzarbeitergeldes: Gleichzeitig wurde vorgesehen, das Kurzarbeitergeld stufenweise ab dem 4. und dann in einer weiteren Stufe ab dem 7. Monat des Bezuges zu erhöhen. Bundeskabinett am 6. Mai beschlossen, dass solche Aufstockungen bis zu einer Höhe von 80 (87) Prozent des Gehalts steuerfrei bleiben und nicht mehr wie bisher als steuerpflichtiger Arbeitslohn gelten. Schon jetzt müssen auf die Aufstockung bis auf 80 (87) Prozent des Bruttogehalts keine Sozialabgaben gezahlt werden. Die erwähnten Änderungen zum Kurzarbeitergeld gelten bis zum 31. Dezember 2020.

Stundung von Steuerzahlungen: Wenn Unternehmen aufgrund der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie in diesem Jahr fällige Steuerzahlungen nicht leisten können, sollen diese Zahlungen auf Antrag befristet und grundsätzlich zinsfrei gestundet werden. Den Antrag können Unternehmen bis zum 31. Dezember 2020 bei ihrem Finanzamt stellen.

An die Bewilligung der Stundung sind dabei keine strengen Anforderungen zu stellen. Unternehmen müssen darlegen, dass sie unmittelbar betroffen sind. Den Wert entstandener Schäden müssen sie aber nicht im Einzelnen belegen. Damit wird die Liquidität der Steuerpflichtigen unterstützt, indem der Zeitpunkt der Steuerzahlung hinausgeschoben wird. Diese Maßnahme betrifft die Einkommen- und Körperschaftsteuer sowie die Umsatzsteuer.

Anpassung und Erstattung von Vorauszahlungen: Unternehmen, Selbstständige und Freiberufler können außerdem die Höhe ihrer Vorauszahlungen auf die Einkommen- und Körperschaftsteuer anpassen lassen. Gleiches gilt für den Messbetrag für Zwecke der Gewerbesteuer-Vorauszahlungen. Hierfür können sie bei ihrem Finanzamt einen Antrag stellen. Sobald klar ist, dass die Einkünfte der Steuerpflichtigen im laufenden Jahr voraussichtlich geringer sein werden als vor der Corona-Pandemie erwartet, werden die Steuervorauszahlungen unkompliziert und schnell herabgesetzt. Die Liquiditätssituation wird dadurch verbessert. Am 22. April 2020 wurde beschlossen, dass kleine und mittlere Unternehmen ab sofort neben den bereits für das Jahr 2020 geleisteten Vorauszahlungen auch eine Erstattung von für das Jahr 2019 gezahlte Beträge bei ihrem zuständigen Finanzamt beantragen können und zwar auf Grundlage eines pauschal ermittelten Verlustes für das aktuelle Jahr.

Vollstreckungsmaßnahmen aussetzen: Auf die Vollstreckung von überfälligen Steuerschulden soll bis zum Ende des Jahres verzichtet werden. Säumniszuschläge, die in dieser Zeit gesetzlich anfallen, sollen erlassen werden. Dies betrifft die Einkommen- und Körperschaftsteuer sowie die Umsatzsteuer.

Zu vergleichbaren Maßnahmen hat das Bundesfinanzministerium darüber hinaus die Zollverwaltung angewiesen, die unter anderem die Energiesteuer und Luftverkehrsteuer verwaltet. Sie gelten außerdem für die Versicherungssteuer und die Umsatzsteuer, soweit diese vom Bundeszentralamt für Steuern verwaltet wird.

Mehr auf der Internetseite des Bundesfinanzministeriums.

Quelle BMWI

Unterstützung für Startups

Start-ups haben grundsätzlich Zugang zu allen Unterstützungsmaßnahmen des Corona-Hilfspakets. Jedoch passen klassische Kreditinstrumente häufig nicht auf die Bedürfnisse von Start-ups, jungen Technologieunternehmen und kleinen mittelständischen Unternehmen. In vielen Fällen erfüllen sie die von Hausbanken gestellten Anforderungen an Kreditnehmer aufgrund ihres jungen Alters und meist sehr innovativen Geschäftsmodells nicht. Deshalb bieten wir ein maßgeschneidertes Unterstützungspaket an.

Mit dem 2 Milliarden Euro Maßnahmenpaket sollen gezielt Start-ups und kleine mittelständische Unternehmen mit einem zukunftsfähigen Geschäftsmodell adressiert werden. Dazu basiert das Maßnahmenpaket auf zwei Säulen:

Säule 1: „Corona Matching Fazilität“

Die Corona Matching Fazilität stellt Wagniskapitalfonds die zusätzlichen öffentlichen Mittel, damit Investoren auch während der Corona-Pandemie hoch innovative und zukunftsträchtige Start-ups finanzieren. Damit wird sichergestellt, dass noch junge Unternehmen auch in der derzeitigen Phase ihren Wachstumskurs fortsetzen können. Über die Corona-Matching-Fazilität werden die bestehenden Kooperationen mit den öffentlichen Partnern, wie zum Beispiel der KfW Capital und dem Europäischen Investitionsfonds (EIF), genutzt, um die öffentlichen Mittel den Start-ups schnell über Wagniskapitalfonds zur Verfügung zu stellen.

Auf der Website von KfW Capital und EIF sind weitere Informationen über die Corona-Matching-Fazilität und zur Antragstellung für Fondsmanager verfügbar.

Säule 1b „Corona Liquidity Fazilität (CLF):

Im Rahmen der Corona Liquidity Fazilität werden die zusätzlichen Mittel über die öffentlichen Wagniskapitalfonds „High-Tech Gründerfonds“ (HTGF) und „coparion“ sowie über das Finanzierungsprogramm ERP-Startfonds direkt in Start-ups investiert. Die Art der Investition kann in Form der CMF (Säule 1a) erfolgen oder über die Vergabe von Kleinbeihilfen bis 800.000 Euro (s.u. „Säule 2“).

Säule 2 für Start-ups und kleine Mittelständler (ohne Zugang zu Säule 1)

Für Start-ups und kleine Mittelständler, die keinen Zugang über die Corona Matching Fazilität haben, werden in Kooperation mit den Förderinstituten der Bundesländer weitere Wege zur Sicherstellung ihrer Finanzierungen eröffnet. Hierzu stellt die KfW im Auftrag des Bundes den Landesförderinstituten Globaldarlehen zur Verfügung, die mit einer durch den Bund rückgarantierten Haftungsfreistellung ausgestattet sind. Darüber können bestehende und neue Förderprogramme der Bundesländer anteilig refinanziert und so Mezzanin-und Beteiligungsfinanzierungen bereitgestellt werden. Gemäß der Kleinbeihilfenregelung 2020 dürfen im Rahmen dieser Kooperation bis zu 800.000 Euro pro Unternehmen alleine von staatlicher Seite bereitgestellt werden. Hinzu können Mittel privater Investoren kommen. Auf der Website der KfW sind weitere Informationen zur Beteiligungsfinanzierung für Start-ups und kleine Unternehmen sowie die teilnehmenden Landesförderinstitute bzw. Intermediäre verfügbar.

Quelle BMWI

Änderungshistorie - ChangeLog

Hier finden Sie die fortlaufenden Änderungen, um sich schneller einen Überblick über Neuerungen zu verschaffen:

  • 12.11.2020 - Aktuelle Zusammenstellung